Lieblingsessen des Mallorquiners

Veröffentlicht von

(Der Kostja-Clan)

Ich schaue Jaume heimlich beim Training zu … Ha, ha, als wenn diesem Mann etwas verborgen bliebe. Aber er ist nett und tut so, als hätte er mich noch nicht gesehen. Als er anfängt zu schwitzen, zieht er sein Oberteil aus und mir wird heiß. Oh Gott! Diese Muskeln, diese Tattoos! Ich bin hin und weg. Bei Jaume könnte ich schwach werden und jetzt zwinkert er mir doch tatsächlich zu, als würde er meine Gedanken erraten.

Später, nach seiner Dusche, findet er mich im Garten, wo ich auf einer mit Polstern ausgelegten Bank sitze. Er setzt sich viel zu nah neben mich und seine Schenkel berühren meine. „Bist du dir sicher, dass du nicht mit auf mein Zimmer kommen möchtest?“, raunt er mit seiner tiefen Stimme, die mir durch und durch geht.

Ich: „So geht das nicht, Jaume. Ich bin deine Autorin. Unsere Welten kreuzen sich normalerweise nicht.“

Jaume: „Du bist doch jetzt hier.“

Ich: „Für die Interviews, danach kehre ich in meine Welt zurück. Ich kann hier nicht auf Dauer bleiben.“

Jaume: „Warum nicht?“

Ich: „Weil ich dann verhungern würde?“

Jaume seufzt.

Ich: „Außerdem bin ich verheiratet.“

Jaume: „Deinen Mann aus der echten Welt kannst du ruhig behalten. Hin und wieder besuchst du mich und wir haben Spaß miteinander. Viel Zeit habe ich ja sowieso nicht.“

Ich kraule seinen Bart und bin versucht, aber ich habe mir schon längst überlegt, mit wem ich ihn verkuppeln werde. Davon weiß er natürlich noch nichts und ich werde mich hüten, es ihm zu erzählen.

Ich: „Verrätst du mir dein Lieblingsessen?“

Jaume: „Tortilla de Patatas.“

Ich neidisch: „Wohin isst du diese vielen Kalorien?“

Jaume: „Ich bin eben ein Mann, der sich viel bewegt. Aber ich mag meine Frauen kurvig.“

Ich: „Charmeur!“

Spanische Tortilla

Interpretation der Autorin

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.