Datenblatt Sascha Revic /Drei Fragen, drei Antworten

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Drei Fragen, drei Antworten:

(Der Kostja-Clan – Teil 1)

Ich: „Hallo Sascha! Danke, dass ich dich sprechen darf. Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet, weil Dimitri …“
Sascha lacht: „Ja, er ist manchmal überfürsorglich. Aber du interviewst ja alle wichtigen Figuren deines Romans. Da kann ich doch nicht fehlen.“
Ich: „Ja, das wäre schade gewesen. Dimitri befahl mir, dir ein paar Fragen zur Auswahl aufzuschreiben, sonst hätte er mich nicht zu dir gelassen. Hast du sie dir angeschaut?“
Sascha nickt und reicht mir die Liste. „Ich habe drei angekreuzt.“
Ich atme einmal tief durch und stelle die erste Frage: „Wie fühlst du dich dabei, deinen Onkel zu lieben?“
Sascha kichert: „Man kann seinen Onkel natürlich auch ganz unschuldig als Neffe lieben!“
Ich: „Aber du liebst ihn als Mann?“
Sascha: „Ich frage mich, wer dir das geflüstert hast. Offiziell sind wir Cousins zweiten Grades.“
Ich: „Äh ja … Ich bin die Autorin.“
Sascha: „Stimmt! Also … Ich fühle mich fantastisch dabei. Ist ja nicht so, als könnten wir Kinder miteinander zeugen. In manchen Ländern ist es erlaubt, in manchen verboten, oder?“
Ich: „Ja, in Deutschland ist es kein Ehehindernis, wenn ein Onkel seine Nichte heiraten möchte.“
Sascha: „Dimitri und ich sind häufig in Berlin. Schade, dass es in Deutschland noch keine gleichgeschlechtliche Ehe gibt.“
Ich: „Das liegt daran, dass die Kanzlerin die konservative Wählerschaft nicht verärgern möchte und bald Wahlen anstehen.“
Sascha: „Die spinnen, die Politiker. Traue keinem, den du nicht selbst bestochen hast.“
Ich: „Ha, ha!“
Sascha zwinkert mir zu.
Ich: „Die zweite Frage, die du dir ausgewählt hast, lautet: Was war der schönste Tag in einem Leben?“
Sascha lächelt verträumt: „Als ich Dimitri das erste Mal rumbekommen habe. Leider schickte er mich danach in die Schweiz, weil es ihm peinlich war, mit seinem Neffen geschlafen zu haben.“
Ich: „Du warst aber wirklich noch ganz schön jung.“
Sascha: „Pah! Ich war alt genug! Was sind schon Zahlen …“
Ich räuspere mich und lächele Sascha beschwichtigend an. Er nippt an seinem Krimsekt, ich gönne mir ein Häppchen Kaviar auf einem Cräcker. Kaviar! Wer kann dazu schon nein sagen? Also ich Leckermaul nicht. Nachdem ich die Kekskrümel mit dem edlen Krimsekt heruntergespült habe, frage ich vorsichtig: „Darf ich dir jetzt die letzte Frage stellen? Ich bin verblüfft, dass du sie ausgewählt hast.“
Sascha lächelt schief: „Ich auch.“
Ich: „Wir können auch eine andere Frage nehmen.“
Jetzt runzelt Sascha die Stirn. „Ich bin genauso stark wie Dimitri!“
Ich: „Okay, okay, okay! Was war dein schrecklichster Tag?“
Sascha rutscht unruhig auf seinem Stuhl herum: „Als ich nach dem Anschlag auf mich das erste Mal in den Spiegel schaute. Sie hatten mein Gesicht kaputt geschlagen und es sah schrecklich aus. Ich befürchtete, dass Dimitri mich so hässlich nicht mehr lieben würde.“
Ich beuge mich vor und streiche ihm vorsichtig eine Locke aus dem engelsgleichen Gesicht, dem man heute dank der kosmetischen Chirurgie die erlittenen Schäden nicht mehr ansieht.
„Ich denke, Dimitris Liebe zu dir basiert nicht auf Äußerlichkeiten.“
„Das weiß ich doch, schließlich bin ich sein Neffe. Aber vielleicht hätte er mich aus seinem Bett geschmissen.“
„Aber das hat er nicht?“
Sascha grinst. „Das wäre eine vierte Frage und es heißt: Drei Fragen, drei Antworten.“
Ich lächele zurück: „Dein Strahlen spricht Bände!“

Datenblatt:

Bildquelle: Depositphotos
  • Name: Revic, Alexej, genannt Sascha
  • Alter: 25 (in: Der Kostja-Clan – Teil 1)
  • Reihe: Popstar-Reihe
  • Erscheinungsbild: Schlank, blond, zuckersüß
  • Besonderheit: Flattert wie ein Schmetterling von einer Blüte zur anderen, liebt aber nur Dimitri.
  • Familie:
    Vater: Jegor Revic
    Mutter: Valentina Revic, geb. Kostja
    Onkel: Dimitri Kostja
    Vertraute Personen: Finn und Sean Callahan, Orlando Ramirez

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[Hüpf]

Sascha wird in einer russischen Kleinstadt geboren und verbringt die ersten fünf Jahre seines Lebens in der Villa seines Vaters, einer lokalen Unterweltgröße. Er muss den Mord an seinem Vater mitansehen. Dimitri rettet ihn aus dieser Situation.

Valentina flüchtet mit Sascha nach Paris, wo er aufwächst und aus Sicherheitsgründen von einem Privatlehrer unterrichtet wird. Sascha verbringt seine Zeit am liebsten bei seinem Onkel, der ein Penthouse in Paris und ein Schloss auf dem Land besitzt.

Als er die Zwillinge Finn und Sean kennenlernt, überredet er Dimitri dazu, sie als Pflegesöhne aufzunehmen.

Mit fünfzehn nutzt er eine schwache Stunde von Dimitri aus und die beiden landen miteinander im Bett. Sascha ist total sauer, als sein von sich selbst entsetzter Onkel ihn und die Zwillinge deshalb auf ein Internat schickt. Aus Trotz weigert er sich später, für das Abitur zu lernen und fällt durch.

Als Sascha neunzehn ist, ändert er die Regeln des Spiels mit Dimitri und tut so, als würden sie einander nicht kennen. Das gibt ihnen Gelegenheit, sich aus einer neuen Warte zu begegnen und Sascha zieht endgültig zu Dimitri und in sein Bett.

Wenige Jahre später wird Sascha zusammengeschlagen, um Dimitri eins auszuwischen. Sascha erleidet einen Kieferbruch und verliert ein paar Schneidezähne. Er muss mehrere kosmetische Operationen überstehen, bis er wieder so aussieht wie vor dieser Tat. Seitdem plagt ihn gelegentlich eine schreckliche Migräne.

Dimitri vermutet den ehemaligen Navy SEAL Orlando Ramirez hinter der Tat, weil Orlando gerne gewaltsamen Sex hat, woraus er kein Geheimnis macht. Orlando kann untertauchen, bevor ihn Dimitris Häscher fangen. Aus seinem Versteck heraus kontaktiert Orlando den wütenden Russen und macht ihm klar, dass er dem süßen Sascha niemals schaden würde. Da Dimitri auch in extremen Situationen noch zum klaren Denken in der Lage ist, erkennt er seinen Irrtum und stellt Orlando vorübergehend als Sicherheitskraft an. Gemeinsam stellen sie den wahren Täter.

Als Sascha erwacht, bestätigt er Orlandos Angaben. Orlando, Finn und Sean bringen Sascha die abgeschnittenen Genitalien des Täters.

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