Datenblatt Dimitri Kostja / Drei Fragen, drei Antworten

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Drei Fragen an Dimitri, drei Antworten:

(Der Kostja-Clan – Teil 1)

Ich: „Was war bisher der schönste Tag in deinem Leben, Dimitri?“
Dimitri: „Als Sascha geboren wurde und ich ihn das erste Mal in den Armen halten durfte.“
Ich: „Verrätst du mir, was du am meisten in deinem Leben bereust?“
Dimitris Augen funkeln mich eiskalt an: „Klar, aber danach müsste ich dich leider als unliebsamen Mitwisser erschießen.“
Ich: „Äh, nein, ich verzichte.“
Ich nehme einen nervösen Schluck aus der Tasse mit dem ausgezeichneten russischen Tee.
Ich: „Was war dein schrecklichster Tag?“
Dimitri grummelt: „Weshalb habe ich diesem Interview bloß zugestimmt?“
Ich: „Weil du möchtest, dass sich mein neues Buch gut verkauft und du eine meiner Lieblingsfiguren bist?“
Dimitri: „Du Schmeichlerin! Das sagst du bestimmt zu jedem deiner Interviewpartner.“
Ich lächele Dimitri aufmunternd zu.
Dimitri atmet einmal tief durch und flüstert: „Na gut! Als wir Sascha halb totgeschlagen fanden, blieb mir fast das Herz stehen.“
„Aber du hast dich bestimmt grausam an den Tätern gerächt …“
Ein kleines, gehässiges Lächeln zuckt in Dimitris Mundwinkeln und ich interpretiere das als Antwort.

Dimitris Datenblatt:

Bildquelle: Depositphotos
  • Name: Kostja, Dimitri (Dmitri)
  • Alter: 45 (in: Der Kostja-Clan – Teil 1)
  • Reihe: Popstar-Reihe
  • Erscheinungsbild: Groß, muskulös, tätowiert
  • Besonderheit: Behält auch in extrem schwierigen Momenten einen klaren Kopf.
  • Familie:
    Bruder von Valentina Revic
    Onkel von Alexej Revic, genannt Sascha
    Vormund von Finn und Sean Callahan

Dimitri hat seinen ersten Auftritt in Marina – Überraschungsgeschenk des Schicksals, wo er vergeblich versucht, seinen guten Freund Orlando Ramirez aus den Diensten von Vincent Gable abzuwerben.

Dimitri wird in bettelarmen Verhältnissen in einem kleinen Dorf in Russland geboren. Als sein Vater im Knast landet und seine Mutter sich in der Stadt Arbeit suchen muss, wird er von einem Onkel und einer Tante aufgezogen. Auch nach der Rückkehr seiner Eltern bleibt er aus Platzmangel bei seinen Verwandten wohnen. Alle im Dorf halten deshalb Dimitri und seine später geborene Schwester für Cousin und Cousine.

Als junger Mann arbeitet Dimitri in einer mit Asbest belasteten Fabrik, was ihm später eine Lungenfibrose beschert. Nebenbei geht er als Stricher anschaffen. Seiner Schwester ist dies äußerst peinlich und sie verschweigt ihrem Mann Jegor Revic ihre genaue Verwandtschaftsbeziehung zu Dimitri. Die lokale Unterweltgröße Jegor fördert dennoch den schwulen Cousin seiner Frau nach Kräften und nach Art eines Kriminellen. Er setzt Dimitris Attraktivität ein, um Fabrikbosse zu erpressen, die sich mit ihm einlassen. Dabei lässt er sich nicht lumpen und beteiligt ihn kräftig am Gewinn. Diese Einnahmen sind der Grundstock für Dimitris späteres Vermögen. Als Seiteneinsteiger in Jegors Organisation gewinnt Dimitri schnell an Einfluss, obwohl er schwul ist.

Jegor wird ermordet, als sein Sohn Sascha gerade fünf Jahre alt ist. Dimitri rettet den geliebten Neffen und erschießt den Mörder seines Schwagers. Den Kampf um die Nachfolge kann er für sich gewinnen, weil Valentina ihn als Vermögensverwalter für Sascha einsetzt. Er steigt zu einem russischen Oligarchen auf und verliert einen Teil seines Vermögens durch die Intrige eines Mannes namens Kurgan.

Als klug denkender Taktiker hat sich Dimitri schon früh eine Hintertür nach Kanada offen gehalten, ein Land, in dem er Firmen besitzt und dessen Staatsangehörigkeit er annimmt. Er ändert seinen Vornamen von Dmitiri in Dimitri, weil diese Schreibweise im Ausland besser ankommt. Weil er seinen Neffen Sascha schützen möchte, zieht er sich nach und nach aus kriminellen Aktivitäten zurück, auch wenn seine Geschäftspartner aus dem Milieu das weniger gut finden (vorsichtig ausgedrückt).

Nach einigen Jahren bietet sich im die Möglichkeit, sich an Kurgan zu rächen, was er tut. Bei einem Überfall auf dessen Anwesen findet er die Zwillinge Finn und Sean und nimmt sie auf Betteln von Sascha in seine Familie auf.

Der pubertierende Sascha verliebt sich in seinen Onkel und setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen. In einem schwachen Moment schläft Dimitri mit Sascha. Angewidert von sich selbst schickt er Sascha und die Zwillinge auf ein Schweizer Internat.

Sascha und Dimitri können einander nicht lange widerstehen. Mit neunzehn zieht Sascha endgültig zu Dimitri. Dass kaum jemand ihr wahres Verwandtschaftsverhältnis kennt, stellt sich wieder einmal für sie als Vorteil heraus.

Dimitri versucht, Sascha zu schützen, indem er sich auch mit anderen jungen Männern umgibt. Seine Logik ist: Wer nicht weiß, wer mein Favorit ist, kann mich mit ihm auch nicht erpressen. Das geht nur so mittelmäßig gut.

In jungen Jahren lässt sich Dimitri den Kopf eines Braunbären auf den Rücken tätowieren, weil er hofft, dass die Kraft des Bären auf ihn übergeht. Alle seine ihm verschworenen Leibwächter bekommen bei der Ableistung ihres Treuegelöbnisses ebenfalls eine Bärentätowierung. Außerdem trägt er einige Bandentattoos auf der Haut.

Dimitri beschäftigt eine eigene Söldnertruppe, die alle bei seiner Sicherheitsfirma Matunus angestellt sind, was der ganzen Sache einen legalen Anstrich gibt. Matunus ist der Name eines keltischen Bärengottes. Die Firma hat Niederlassungen in mehreren Großstädten. Ihr Hauptsitz ist auf Mallorca, wo sich auch ein Trainingslager befindet.

Sexuell bevorzugt Dimitri Männer, gelegentlich hat er aber auch Appetit auf eine Frau. Auf seinen Gruppensexpartys auf seiner Megayacht Solaris findet man daher auch weibliche Gesellschaft.

 

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